Studienkopf

GABRIEL VON MAX "Studienkopf"

Öl auf Holz, 28 x 35 cm, signiert, gerahmt

Preis auf Anfrage

 

GABRIEL CORNELIUS VON MAX (*1840 in Prag; †1915 in München 

Gabriel  von Max gehört zusammen mit Franz von Stuck und Franz von Lenbach zu den „Münchner Malerfürsten“ der Zeit um 1900. Seine künstlerische Ausbildung beginnt in früher Jugend und führt ihn über die Kunstakademien von Prag und Wien schließlich nach München, wo er Meisterschüler von C.Th. von Piloty wird. Seinen ersten außergewöhnlichen Erfolg feiert Max 1867 mit dem Gemälde „Märtyrerin am Kreuz“, das seine virtuose künstlerische Begabung offenbart. 1878 wird er, auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft,  zum Professor für Historienmalerei an der Münchner Akademie, gibt diese Stellung jedoch 1883 wieder auf. Im Jahr 1900 wird er in den Adelsstand erhoben. Etwa ab dieser Zeit lebt er weitgehend zurückgezogen abwechselnd in München und in der Villa Ammerland am Starnberger See. Nach seinem Tod gerät er, zumindest in Deutschland, weitgehend in Vergessenheit. Mehrere seiner Hauptwerke gelangen in die USA, wo Stummfilmstar und Gabriel Max- Verehrerin Gloria Swanson in dem  Film „Male and Female“ (1919) für die Kulissen u.a. die Gemälde  „Die Löwenbraut“ und „Letzter Gruß“  identisch übernimmt.

Diese  Lebensdaten sagen indes wenig aus über die „außerordentliche Gestalt“ Gabriel von Max.

Unter dem Titel „Malerstar, Darwinist, Spiritist“ nähert sich im Jahr 2010 eine umfassende Ausstellung im Münchner Lenbachhaus/Kunstbau München dem Phänomen Gabriel von Max an. Sichtbar wird eine faszinierende Persönlichkeit mit vielschichtigen Interessen, in der kognitiv-  naturwissenschaftliche mit spiritistisch-transzendenten Sphären eng verwoben sind. So entsteht ein investigativ-sensitives Empfindungsmuster, das zumindest  in den „ernsthaften“ Gemälden von Max  spürbar wird und beim Betrachter gleichermaßen Neugier und tiefes Berührt werden auslöst. Gabriel von Max gilt zu Recht als Seelenmaler, der sich für die Grenzbereiche der menschlichen  Empfindsamkeit interessiert, für die Übergänge von „Beseelt sein“ zum Wahnsinn, vom Leben zum Tod.

Unsere beiden Arbeiten sind charakteristisch für das Werk von Gabriel von Max. Das Gemälde „Studienkopf nach links“ befand sich bis 1930 unter Inventar-Nr. 1225 im Besitz des Wallraf-Richartz-Museums in Köln (vgl. auch Erwähnung in Thieme-Becker)

Quelle: Gabriel von Max. Malerstar, Darwinist, Spiritist. Hirmer-Verlag 2010