Endlich alles vorüber

GEORG MUCHE "Endlich alles vorüber"

Zeichnung, 22,5 x 21 cm, signiert und datiert
„G. Muche endlich alles vorüber Guntheim April 1945“
 
Provenienz:
Sammlung Dr. Karin von Maurer, von dieser direkt beim Künstler erworben 1999, Christies Mai 2021
 
Ausstellung:
Stuttgarter Staatsgalerie Georg Muche – Der Zeichner 1977, Nr.34


Preis: auf Anfrage
 


 

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GEORG MUCHE (*1895 in Querfurt; †1987 in Lindau) 
Schon früh drängt die große künstlerische Begabung des jungen Georg Muche ans Licht. Bereits zwischen 1916 und 1918 stellt er zusammen mit Paul Klee und Alexander Archipenko in der Sturm-Galerie bei Herwarth Walden aus. 1920 beruft ihn Walter Gropius als jüngsten Meister an das staatliche Bauhaus in Weimar. Dort ist er in verschiedenen gestaltenden wie auch organisatorischen Funktionen tätig. Zeitweise leitet er als Formmeister die Weberei am Bauhaus. Zwischen 1927 und 1933 ist Georg Muche als Lehrer bei Johannes Itten in Berlin und an der Kunsthochschule in Breslau tätig. Während der Zeit des NS- Regimes gehört Muche zu den verfemten Künstlern, dessen Bilder 1937 in München als entartete Kunst zur Schau gestellt werden. Muche überdauert die Schreckensherrschaft der Nazis als Lehrer für Textilkunst und Malstoffkunde in Krefeld und Wuppertal. In diese Phase fallen Kontakte mit Oskar Schlemmer und Willi Baumeister. 1945 ist "endlich alles vorüber". Georg Muche leitet bis zu seiner Emeritierung die Meisterklasse der Textilingenieurschule in Krefeld und übersiedelt 1958 nach Lindau am Bodensee.
Unsere kleine Zeichnung von Georg Muche entstand 1945. Signiert und bezeichnet links unten „endlich alles vorüber", datiert rechts unten "April 1945".
Provenienz: Sammlung Prof. Dr. Karin von Maur (direkt vom Künstler), Christie's Mai 2021
Quelle: Kooperation Bauhaus/Wissen