2 liegende Frauenakte

LILJA BUSSE "2 liegende Frauenakte" (1924)

Aquarell, 49,5 x 64,5 cm, links unten signiert u. datiert "Lilja Busse 1924", unten rechts lokalisiert "Berlin", gerahmt

Preis: 1.200 EUR inkl. Rahmen

 


 

LILJA BUSSE (*1898 in Moskau; ϯ1958 in Berlin) 
Lilja Busse wächst als Tochter deutscher Eltern zunächst in behüteten Verhältnissen in Moskau auf. 1914 muss die Familie kriegsbedingt Russland verlassen und wird in Berlin ansässig. Früh zeigt sich ihre künstlerische Begabung, die in den folgenden Jahren durch Lovis Corinth, Willy Jaeckel und Eugen Spiro gefördert wird.
1921 beteiligt sich Lilja Busse erstmalig an der großen Berliner Kunstausstellung, bei der sie auch in den Folgejahren wiederholt mit zunächst kraftvoll expressiven Werken vertreten ist. Zwischen 1924 und 1936 sind mehrere Spanien-Aufenthalte belegt, die thematisch in ihr Werk einfließen. Lilja Busse´s Malstil verändert sich hin zu einer neu-sachlichen Bildsprache mit melancholischer Grundtendenz. Nach Ende des 2. Weltkriegs versucht Lilja Busse an ihre künstlerischen Erfolge der Zwischenkriegszeit anzuknüpfen und beteiligt sich bis zu ihrem frühen Tod 1958 an der juryfreien Kunstausstellung Berlin sowie an der großen Berliner Kunstausstellung. Nach ihrem Tod gerät sie über Jahrzehnte in totale Vergessenheit und erst 1984 und 1996 erinnert das Kulturamt Steglitz mit zwei Ausstellungen (1996 unter dem Titel „Emanzipation und Konvention“) an die Künstlerin.
Quelle: Hans-Heinz Wehr: Eine Hommage an die Berliner Künstlerin Lilja Busse